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Medienmitteilung 2022: „Wir haben euch etwas zu sagen“

Medienmitteilung des Bundesverbandes 11. Oktober 2022

„Wir haben euch etwas zu sagen“

Im Jahr 1983 erschien der erste Seh-Weisen-Kalender der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Werken von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Diese besondere Kunst mit ihrem Charme und ihrem Reichtum hat inzwischen viele Fans. Das war vor 40 Jahren noch keine Selbstverständlichkeit.

Marburg/Berlin. „Beim Malen, insbesondere beim Malen von Tieren, tauche ich ein in eine andere Welt. Alles ist möglich, alles ist richtig. Hier gibt es keine Beschränkungen.“ Mit diesen Worten beschreibt Claudia Förster von der Lebenshilfe Heidelberg, was die Kunst für sie bedeutet und wie wichtig die Kunst für Menschen mit Behinderung seit jeher ist.

Nicht nur die Bilder im neuen Lebenshilfe-Kalender „Seh-Weisen 2023“ sind besonders, sondern auch die Gedanken der Künstlerinnen und Künstler mit geistiger Beeinträchtigung – zu finden immer auf der Kalenderblatt-Rückseite. So nimmt uns Franziska Leicht von der Lebenshilfe Pforzheim mit ans Meer und lässt uns teilhaben an einem wunderschönen Sonnenaufgang: „Ich wollte die Liebe zum Meer und zu Sonnenauf- und untergängen zeigen. Und das Leuchten im Meer. Das Meer ist halt wie eine fließende Bewegung, das wollte ich ausdrücken.“

Seit nunmehr 40 Jahren gibt es den 30 mal 39 cm großen Lebenshilfe-Kalender, der über die Jahrzehnte viele Fans gewonnen hat. Neben dem Titel enthält er zwölf farbige Monatsblätter mit Kalendarium und ein Blatt mit sieben Kalendermotiven, die als Postkarten heraustrennbar sind. Zum Preis von 17,90 Euro (zuzüglich Versandkosten) sind die Seh-Weisen 2023 zu bestellen bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Raiffeisenstraße 18, 35043 Marburg, Telefon: 06421/491-123, Fax: -623, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Erlös kommt der Lebenshilfe-Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung zugute. Alle Kalenderbilder können im Internet unter www.lebenshilfe.de angeschaut werden.
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Medienmitteilung 2022: Auf dem Weg zu inklusiver Arbeit und gerechter Entlohnung für Menschen mit geistiger Behinderung

Medienmitteilung des Bundesverbandes 6. Oktober 2022

Auf dem Weg zu inklusiver Arbeit und gerechter Entlohnung für Menschen mit geistiger Behinderung

Bundesvereinigung Lebenshilfe legt Positionspapier mit neun zentralen Forderungen vor

Berlin. „Alle Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung sollen ihren Arbeitsort frei wählen dürfen. Und alle sollen mit einem ausreichenden Lohn ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D. Welche Schritte auf dem Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt notwendig sind, hat jetzt die Bundesvereinigung Lebenshilfe in einem Positionspapier aufgeschrieben.

Die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben ist in der von Deutschland im Jahr 2009 ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention fest verankert. Doch bis heute ist dieses Ziel nicht erreicht. Das gilt auch für die Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM).

Im aktuellen Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung steht dazu: „Wir werden das Beteiligungsvorhaben zur Entwicklung eines transparenten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entgeltsystems in den WfbM und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt fortsetzen und die Erkenntnisse umsetzen.“ Die alte Bundesregierung hatte eine Studie in Auftrag gegeben, deren Abschlussbericht für Ende 2022 angekündigt ist. Daher erwartet die Lebenshilfe ab 2023 eine umfassende Reform der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Mit ihrem Positionspapier legt die Bundesvereinigung Lebenshilfe nun neun zentrale Forderungen vor:

1. Personenzentrierung
Für Menschen mit Behinderung darf es keinen Unterschied machen, welchen Ort sie für die Leistungserbringung wählen. Sie sollen frei darin sein, ihre Teilhabeleistungen nach ihrem jeweiligen Bedarf und ihren eigenen Wünschen auch in inklusiven Settings und unabhängig von der Beschäftigung in einer WfbM zu erhalten.

2. Arbeitsrechte
Auf einem inklusiven Arbeitsmarkt müssen arbeitende Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben, auch wenn sie Leistungen zur Teilhabe an Arbeit beziehen, Unterstützung brauchen, weniger leistungsfähig sind als andere oder in WfbM beschäftigt sind.

3. Anspruch auf einen Arbeitsplatz
Menschen, die auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben angewiesen sind, sollen auch in Zukunft ihren Anspruch auf einen solchen Arbeitsplatz behalten. Wenn sie nicht selbst einen Arbeitsplatz finden, haben wohnortnahe WfbM oder andere Anbieter ihnen einen Arbeitsplatz anzubieten.

4. Kein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeit
Auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf müssen Zugang zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben haben.

5. Die Kompetenz von Werkstätten nutzen
WfbM erfüllen wichtige Funktionen, wie das Bereitstellen von Arbeitsplätzen, die Unterstützung bei der Arbeit, berufliche Rehabilitation, Bildung und soziale Teilhabe. Alle fünf Funktionen sollen in einer personenzentrierten, flexiblen und inklusiven Struktur erhalten bleiben und sollen durch WfbM als Kompetenzzentren bereitgestellt werden.

6. Bildung und Ausbildung stärken
Berufsorientierung, arbeitsplatzbezogene berufliche Bildung sowie berufliche Fort- und Weiterbildung sind wichtige Voraussetzungen für selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben.

7. Mehr inklusive Arbeitsplätze
Der allgemeine Arbeitsmarkt in Deutschland ist nicht inklusiv. Die Zahl an inklusiven, barrierefreien Arbeitsplätzen in allen Unternehmen muss ausgebaut werden. Hierfür braucht es dringend weitere Maßnahmen. Dazu gehören auch erweiterte und strengere Regelungen bei der Ausgleichsabgabe.

8. Unabhängigkeit von Grundsicherungsleistungen
Knapp ein Drittel der Beschäftigten in WfbM sind heute auf ergänzende Grundsicherung angewiesen. Ein neues Entgeltsystem muss so ausgestaltet sein, dass es Menschen mit Behinderung unabhängig von existenzsichernden Leistungen macht.

9. Finanzielle Sicherheit auch im Alter
Menschen mit Behinderung sollen auch im Alter unabhängig von existenzsichernden Leistungen leben können. Eine angemessene Alterssicherung ist unverzichtbar.

Die neun Forderungen werden in dem 19-seitigen Positionspapier ausführlich und auch in Leichter Sprache erläutert. Dabei macht die Lebenshilfe deutlich, dass die beiden zentralen Ziele – langfristige Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes und eine gerechte Entlohnung für Menschen mit Behinderung – unbedingt gemeinsam angegangen werden müssen. Das Positionspapier steht im Internet unter www.lebenshilfe.de als Download zur Verfügung.
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Kandidat*innen der Landtagswahl zu Besuch in der Lebenshilfe Hildesheim.

Kandidat*innen der Landtagswahl zu Besuch in der Lebenshilfe Hildesheim.

Politkokerrunde 6132

Miteinander reden ist sehr wichtig. Diese Erkenntnis nehmen die Teilnehmer*innen des Gesprächskreises mit. Politiker*innen, Leitungen von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen aber auch Selbstvertreter*innen des Werkstattrates, des Wohnbeirates und der Personalvertretung haben sich über aktuelle Themen ausgetauscht.
Organisiert und moderiert wurde das Treffen von und mit Ute Quednow, die für das Diakoniemarketing verantwortlich ist. Mit dabei waren Vertreter*innen der AWO, der Diakonie und der Lebenshilfe Hildesheim e.V.. Viele Themen wurden angesprochen, manche konkreter wie z.B. Warum gilt vor Schulen Tempo 30 und vor Einrichtungen für Menschen mit Behinderung nicht? Manche Fragen waren eher global gesehen und drückten die Sorgen und Nöte der Betroffenen aus. Zum Beispiel: Wie sollen wir bei den Energiekosten über die Runden kommen? Aber auch Ideen und Vorschläge für eine einfacherer Orientierung wurden von den Selbstvertreter*innen genannt. Beschilderung und Wegweiser wichtiger Orte durch Piktogramme. Eine verständlichere Sprache in Politik und Behörden. Wünschenswert ist die Nutzung der leichten Sprache. Eine Sprache mit festgelegten Regeln. Dieses hilft nicht nur Menschen mit Unterstützungsbedarf sondern auch Senior*innen, zugereisten und zugezogenen Menschen und Personen mit einer Leseschwäche. Letztendlich profitieren alle Menschen von einer einfachen Sprache und einfacher Beschilderung.

Politkokerrunde 6134

Die Bezahlung der Arbeitsleistung der Beschäftigten wurde ebenso thematisiert wie die beschwerlichen Möglichkeiten auf dem 1. Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Als Idee wurde von dem Vertreter des Werkstattrates der Lebenshilfe Hildesheim eine zukünftige Auszeichnung besonders inklusionsfreundlicher Betriebe angeregt.
Diesen Fragen und Anregungen haben sich Antonia Hillberg (SPD), Rashni Grashorn (Grüne) und Matthias König (CDU) gestellt. Gemeinsam haben sie auf die einzelnen Themen Bezug genommen und ihre Sicht dazu beigetragen.

Politkokerrunde 6128

Vieles war in der Ausprägung noch nicht im Fokus und einiges auch noch nicht bekannt. Um so wichtiger ist das Gespräch und der Austausch. Diese soll zukünftig eine größere Rolle spielen. Eine zeitnahe Regelmäßigkeit wurde ausgemacht und nicht erst zur nächsten Wahl. Alle Kandidat*innen beteuern im Dialog zu bleiben, ob nun die Wahl gewonnen wird oder auch nicht.
Das wäre für alle ein Gewinn.
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Medienmitteilung 2022: Kostenfreie Bücher in Leichter Sprache über Krebsvorsorge und -behandlung erschienen

Medienmitteilungdes Bundesverbandes der Lebenshilfe  4. Oktober 2022

„Lucy hat Krebs“: Kostenfreie Bücher in Leichter Sprache über Krebsvorsorge und -behandlung erschienen

Wird eine Krebserkrankung frühzeitig erkannt, steigen die Chancen auf Heilung. Doch Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung nehmen Maßnahmen zur Krebsfrüherkennung seltener in Anspruch als Menschen ohne Beeinträchtigung. Zwei neue Bücher der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Bundesvereinigung Lebenshilfe informieren nun in Leichter Sprache über Krebsvorsorge und -behandlung. Das Besondere: Die Themen sind als Bildergeschichten aufbereitet und in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung entstanden. Ab sofort können die Bücher kostenfrei bestellt werden.

Berlin. „Lucy hat Krebs. Sie geht in ein Krankenhaus. Dort helfen ihr die Ärzte. Lucy wird wieder gesund“, lautet die Inhaltsangabe der reich illustrierten Bücher. Mit dem gemeinsamen Ziel, eine verständliche Aufklärung über Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten zu leisten, haben die Deutsche Krebsgesellschaft und die Bundesvereinigung Lebenshilfe zwei neue Bücher herausgegeben: „Monika geht zur Brustkrebs-Vorsorge, Jan geht zur Darmkrebs-Vorsorge, Sarah macht einen Abstrich“ und „Lucy bekommt eine Krebsbehandlung“. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Krebsstiftung und der Techniker Krankenkasse.

Geschichten, orientiert an der Lebenswirklichkeit der Menschen
„Was ist Krebs, wie läuft eine Behandlung ab und welche Maßnahmen zur Vorsorge kann ich treffen? Diese komplexen Themen stellen wir in Form von Bildergeschichten dar, um die Inhalte so anschaulich wie möglich zu transportieren. Damit wollen wir helfen, Ängste abzubauen und die Vorsorgesituation für alle Menschen in Deutschland zu verbessern“, sagt Professor Dr. Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Die beiden Bücher zur Früherkennung und Akutbehandlung wurden ursprünglich von der französischen Organisation Oncodéfi entwickelt. Nun wurden sie ins Deutsche übersetzt und an die deutsche Versorgungslandschaft angepasst. Um die Bedarfe von Betroffenen auch tatsächlich zu erfüllen, entstanden die Texte und Zeichnungen in Zusammenarbeit mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.

„Uns war besonders wichtig, die Geschichten an der Lebenswirklichkeit der Menschen zu orientieren“, erklärt Professor Dr. Jeanne Nicklas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe. „Wir leisten damit einen Beitrag zur Teilhabe in Gesundheitsfragen. Denn nur wer verständliche Informationen bekommt, kann selbst Entscheidungen treffen.“

Kostenfrei für den Einsatz im professionellen Kontext oder für den privaten Gebrauch
Für einen möglichst breiten Einsatz in der Beratung werden die Bücher kostenfrei abgegeben.
Die Bücher werden im Set abgegeben (Vorsorge und Akutbehandlung) und sind in den Mengeneinheiten 1, 5, 10 und 25 bestellbar. Sie sind für den Einsatz im professionellen Kontext, aber auch für den privaten Gebrauch gedacht. Auf dieser Seite können die Bücher bestellt werden: www.lebenshilfe.de/krebsinformationen
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Eine Geste der Wertschätzung

Eine Geste der Wertschätzung

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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Robert Bosch Elektronik GmbH Salzgitter haben Geld für die Lebenshilfe Hildesheim e.V. gesammelt. Im Rahmen einer Veranstaltung wurde das Geld von den Mitarbeitenden privat gespendet. Insgesamt sind 488,-€ Spendensummen zusammengekommen. Mit den Worten „Sie alle leisten so großartige Arbeit und wir möchten mit dieser kleinen Geste unsere Wertschätzung mitteilen.“ überreicht Simon Hickmann, Mitarbeiter der Robert Bosch Elektronik GmbH Salzgitter, im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen, das Geld persönlich an Hans Grupe-Hübner, den Vorstand der Lebenshilfe Hildesheim.

Wir freuen uns über die Anerkennung und bedanken uns für die Spende bei allen Spenderinnen und Spendern.
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Medienmitteilung 2022: Energiekrise bedroht Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung

Medienmitteilung der Fachverbände für Menschen mit Behinderung vom 29. September 2022

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung schlagen Alarm:
Energiekrise bedroht Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung

 

Berlin. Angesichts der explodierenden Energiepreise schlagen die Fachverbände für Menschen mit Behinderung Alarm: In einem erneuten Brief an Bundessozialminister Hubertus Heil warnen sie davor, dass Dienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe schon bald in eine finanziell bedrohliche Situation geraten können. „Hierfür müssen dringend Lösungen gefunden werden“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, im Namen der Fachverbände.

Alle Angebote der Eingliederungshilfe sind betroffen: Assistenzleistungen, Wohnformen, Werkstätten, Tagesförderstätten usw. Die Vergütungsvereinbarungen werden in der Regel für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen. Die dramatischen und unvorhersehbaren Kostenentwicklungen sind nicht eingepreist und können nicht nachträglich ausgeglichen werden.

Bereits im Juli hatten die Fachverbände Hubertus Heil auf die schwierige Lage aufmerksam gemacht. In seinem Antwortschreiben teilte der Minister die Sorgen der Fachverbände, verwies aber auch darauf, dass die finanzielle Dimension noch nicht abschätzbar sei. Nun liegen Zahlen und Beispiele vor, die ein düsteres Bild zeichnen: Laut Erkenntnissen der Fachverbände sind bei den Energiekosten Steigerungsraten um das Drei- bis Zehnfache zu erwarten. Mehr als die Hälfte der Dienste und Einrichtungen befürchten Liquiditätsengpässe.

Die Fachverbände appellieren daher dringend, dass hier Bund und Länder schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfe leisten.

Zudem weisen die Fachverbände nochmals auf die finanziell schwierige Situation all jener Menschen hin, die auf existenzsichernde Leistungen angewiesen sind. Ulla Schmidt: „Menschen mit Behinderung müssen darauf vertrauen können, dass ihnen bedarfsgerechte Angebote und passgenaue Unterstützung auch während der Energiekrise zur Verfügung stehen.“

Auch fordern die Fachverbände, dass die Stromkosten bei Menschen, die existenzsichernde Leistungen erhalten, nicht aus dem Regelsatz bezahlt werden müssen, sondern direkt vom Sozialhilfeträger im Rahmen der Kosten der Unterkunft übernommen werden. Die stark steigenden Preise bei den Stromkosten werden auch mit der Regelsatzanpassung durch das Bürgergeldgesetz nicht ausreichend gedeckt.

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Video der Ehrungsfeier 2022

Im Jahr 2022 wurden 47 Beschäftigte der Werkstatt Hildesheim für langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

12 Beschäftigte für 25 Jahre
12 Beschäftigte für 30 Jahre
10 beschäftigte für 35 Jahre
10 Beschäftigte für 40 Jahre
3   Beschäftigte für 50 Jahre

Vielen Dank und weiterhin eine erfüllte Zeit.

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Gemeinsam in Nordhorn, um Gleichgesinnte zu treffen

Gemeinsam in Nordhorn, um Gleichgesinnte zu treffen

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„Vielfalt Feiern“ lautet die Überschrift des 19. Aktionstages der Lebenshilfe Niedersachsen in Nordhorn.
Die Musik schallt aus den Lautsprechern, die Zuschauer wippen im Takt mit. Auf der Bühne am Schweinemarkt geben die Notenträumer ihr Bestes. Mit einem Mix aus neuen und bekannten Liedern trafen die Notenträumer mal wieder voll ins Herz der Zuhörer*innen.

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Die Energie für den Auftritt haben die Notenträumer auch durch die Lunchpakete aus dem Berufsbildungsbereich Hauswirtschaft erhalten. Die Teilnehmer*innen der Beruflichen Bildung haben den Bedarf ermittelt, sind einkaufen gegangen und haben die Sandwiche geschmiert und belegt. Damit alle mitmachen konnten, haben die Bildungsbegleiter*innen einen Reihenarbeitsplatz eingerichtet.

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In diesem Reihenarbeitsplatz macht jede Person nur einen Arbeitsschritt. Die Tüten haben die Teilnehmerin der Beruflichen Bildung individuell mit Bildern verziert. Zum Schluss haben sie auch noch in jede Tüte Obst getan. Das Obst der Saison haben die Speisenprofis aus Drispenstedt und der Kantine „Am Flugplatz 9“ gespendet.

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Zeitgleich zum Auftritt der Notenträumer stehen Christiane, Steffi und Kevin auf dem Marktplatz in Nordhorn. Sie informieren über die Imkerei der Lebenshilfe Hildesheim und bieten Honig aus der diesjährigen Ernte an.

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Kinder, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene konnten sich am Stand eine Bienenwachskerze drehen.

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Ein besonderes Highlight am Stand ist die Biene „Elfy“. Diese Biene aus Holz wurde in der Eigenfertigung der Lebenshilfe Hildesheim entwickelt und wird auch dort produziert.

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In der Fußgängerzone, auf dem Markplatz und auf dem Schweinemarkt hat die Lebenshilfe Nordhorn ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Zwischen den Bühnen haben die Lebenshilfen Kreisvereinigungen aus Niedersachsen ihre Stände aufgebaut. Informativ, lecker und ansehnlich sind die Inhalte der Stände. Es hat Spaß gemacht dabei zu sein.


Nur das Wetter konnte sich nicht entscheiden. Von schönstem Sonnenschein bis hin zu Sturmböen. Kurzen, aber heftigen Regenschauern und ständig wechselnden Sonne- Regenpassagen, es war alles dabei. Abwechslungsreich, wie die Veranstaltung.
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Projektwoche Müll

Gemeinsam für eine saubere Umwelt

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Beschäftigte aus den Arbeitsbereichen, Mitarbeiter*innen aus den Fachbereichen, Teilnehmer*innen der Beruflichen Bildung und die Klienten aus dem Förderbereich, alle haben, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, mitgemacht. Ihre Mission „Müll sammeln für eine saubere Umwelt“. 

Von kleinen Plastikschnippeln über Kronkorken bis hin zu Plastikverpackungen, Papier in allen erdenklichen Varianten, große und kleine Glasflaschen, Dosen und Tetra Paks. Es ist erschreckend, wie viel Müll überall rum liegt. Das ist die einhellige Meinung der fleißigen Sammler*innen. 

Mit der Unterstützung des Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH) hat die Lebenshilfe Hildesheim diese Sammelaktion, im Rahmen der Projektwoche „Müll“ durchgeführt. 

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An allen drei Standorten der Lebenshilfe Werkstatt Hildesheim haben sich Sammler*innen auf den Weg gemacht. Rund um die Standorte sind sie ausgeschwärmt und haben den Müll aus dem öffentlichen Raum aus Beeten und Hecken, Parkanlagen und Grünflächen gesammelt.

Es ist einiges zusammengekommen.  Wir haben ein Portemonnaie gefunden und im Fundbüro abgegeben. Zwei Einkaufswagen haben wir zu den Geschäften zurückgebracht. Eimer, Grasrechen, kaputte Einkaufstrolley und eine Heckenschere sind die Highlights der Müllsammlung. Säckeweise Müll der Sammelaktion aus den Standorten haben wir, mit unserem eigenen Materialtransport, Montagmorgen an einem Standort gesammelt und in einen Container der ZAH entsorgt. Dieser wurde uns extra für die Sammelaktion bereitgestellt. 

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Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und uns mit Sonnenschein begleitet. Eine Sammelaktion, die den Teilnehmenden Spaß gemacht hat. Noch schöner wäre es aber, wenn erst gar kein Müll in die Umwelt geworfen würde, sondern entweder richtig im Mülleimer entsorgt wird oder erst gar nicht entsteht.

Mit der Müllsammelaktion endet die Projektwoche „Müll“. Das Bewusstsein, Müll als Rohstoff zu sehen, richtig zu trennen und somit den Aufbereitungsbetrieben zuzuführen wird über diese Woche fortbestehen.  Aufgrund der großen Nachfrage werden wir auch weitere Exkursionen zu dem Thema für die Beschäftigten anbieten und mit Plakaten und Flyern die Nachbereitung in den Gruppen unterstützen.

Danke an alle Teilnehmenden, Mitwirkenden und Unterstützer*innen der Projektwoche „Müll“ 

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Projektwoche Müll: Besuch beim Entsorgungfahrzeug

Ein herzlicher Empfang bei den Müllwerkern 

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Es rumpelt, dröhnt und klappert. Alle kennen die Geräusche aus dem Straßenbild, wenn der Müllwagen vorfährt und die Tonne leert. Aber was passiert da genau und wer sind die Leute, die für uns den Müll entsorgen. Dazu waren wir mit einem Team Müllwerker und ihrem Abfallsammelfahrzeug verabredet. Wir, das sind über 40 Beschäftigte aus den Werkstätten der Lebenshilfe Hildesheim, die im Rahmen der Projektwoche „Müll“ zu dem Treffen verabredet sind. Mit dabei ist Katja Matzke, die im Auftrag der ZAH dieses Treffen ermöglicht hat. 

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Wir durften dabei sein, wie die Biotonne geleert wurde. Das hat gepasst, da wir am Vortag das Kompostwerk besichtigt haben. Viele Fragen haben die Beschäftigten mitgebracht. Diese wurden bei einer Besichtigung des Fahrzeugs geduldig beantwortet. Hat das Fahrzeug ein Funkgerät? Wofür sind die Kameras oben an der Ladeklappe? Wann dürfen die Müllwerker hinten auf den Trittbrettern mitfahren? Mit viel Engagement beantworten die drei Fachleute unsere Fragen. Gemeinsam ging es in gemächlichem Schritt von Haus zu Haus. Normalerweise viel schneller. Aber mit uns im Schlepptau hat sich das Team der Müllwerker viel Zeit gelassen und ist immer wieder auf weitere aufkommende Fragen eingegangen.

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Wann ist das Fahrzeug voll und erkennt man dieses? Ganz einfach. Das Fahrzeug hat eine eingebaute Waage und es ist ein Maximalgewicht festgelegt. Es gibt Jahreszeiten, da schafft man mit einer Entsorgungsfahrt mehr Tonnen und dann gibt es Zeiten da sind die Tonnen voller, da muss dann häufiger das Entsorgungsfahrzeug geleert werden. Fremdstoffe sind auch bei der Abholung ein Thema. Entdecken die Müllwerker beim Öffnen der Tonne Fremdstoffe, dann wird die Tonne nicht geleert und bleibt voll stehen. Die Anwohner müssen sich dann um die fachgerechte Entsorgung kümmern.

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Aber was rumpelt, dröhnt und klappert denn jetzt eigentlich? Das Rumpeln kommt aus dem Sammelbehälter auf dem LKW. Wenn das Sammelgut im LKW gepresst wird. Das Dröhnen kommt von den Motoren des LKW´s. Das Klappern sind die Mülltonnen, die über Bordsteine gezogen, an die Hubvorrichtung angehängt, Deckel geöffnet, oben zum Entleeren geschüttelt und beim Herablassen wieder der Deckel geschlossen und zurück auf den Fußweg gestellt wird. Das geht leider nicht geräuschlos. Aber jetzt können wir die Geräusche zuordnen und freuen uns über die freundlichen Müllwerker.

Projektwoche Müll Entsorgungsfahrzeug 04270

Ein eindrucksvolles Erlebnis für die Teilnehmenden. Es wurden zur Erinnerung gemeinsam mit den Müllwerkern Fotos gemacht. Zurück in ihren Arbeitsgruppen haben die Teilnehmenden sogleich von ihrem Erlebnis berichtet. 

Wir danken dem Team der Müllwerker für ihre Zeit, Katja Matzke und dem ZAH für dieses spannende Erlebnis.

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