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Coronainfo

Coronainfo (18)

Unterweisung

Aufgrund der aktualisierten Verordnung ist die Erstunterweisung von Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln beim Eintritt in die Werkstatt überarbeitet worden.
Wir bitten um Beachtung!
Unterweisung
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Die Werkstatt öffnet am 28.05.2020 wieder, aber mit Einschränkungen!

Ab dem 28.05.2020 öffnet die Werkstatt für einen kleinen Personenkreis. Mit den Beschäftigten, die Donnerstag wieder in die Werkstatt kommen dürfen hat der Sozialdienst direkt Kontakt aufgenommen um die Einzelheiten zu besprechen. Wer noch nicht angesprochen wurde darf leider auch noch nicht in die Werkstatt zurück. Die Werkstatt wird langsam aber kontinuierlich weiter geöffnet bis eine der Beschränkungen aus der Allgemeinverfügung greift. Das kann das Erreichen der zulässigen reduzierten Belegungszahl sein aber auch die geforderten Gruppenzusammensetzungen.

Der gestaffelte Start ist notwendig um die geforderten Hygienemaßnahmen einzuhalten und daran zu wachsen.
Bitte haben Sie Geduld und warten Sie, bis sich der Sozialdienst auch bei Ihnen meldet.
Bleiben Sie gesund!
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Das Gute liegt so Nahe

Das Gute liegt so Nahe

Spendenübergabe Schutzmasken

SVHI Stadtverkehr Hildesheim GmbH & Co. KG spendet der Lebenshilfe Hildesheim 1000 Mund- Nase- Bedeckungen.
Unzählige Busse fahren täglich an dem Standort der Lebenshilfe am Römerring vorbei um auf den Betriebshof der SVHI zu gelangen. Der Lebenshilfe Standort liegt in der Sichtachse vom Busdepot zur Innenstadt. Mit der neuen Verordnung, Schutzmasken in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen, hat die SVHI für ihre Kunden Einmalmasken als Kundenservice angeschafft. Allerdings haben nach kurzer Zeit alle Fahrgäste eine eigene Schutzmaske getragen, so dass für die Ausgabe der Einmalmasken kein Bedarf mehr bestand.
Damit die Masken noch einem sinnvollen Zweck dienen hat Bernd Störig Betriebsleiter der SVHI kurzerhand bei der Lebenshilfe angefragt und 1000 Gesichtsmasken gespendet. Weitere Einrichtungen sind ebenfalls mit Spenden von Mund- Nase- Bedeckungen bedacht worden.
Die Lebenshilfe wird die Masken in der Personenbeförderung einsetzen. Somit werden die Masken doch noch dem eigentlich angedachten Zweck zugeführt.

Spendenübergabe Schutzmasken 2

Aber vorerst warten die Masken auch bei der Lebenshilfe auf ihren Einsatz, da lt. der Allgemeinverfügung ein Betretungsverbot für Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt und die Beschäftigten solange nicht zur Werkstatt dürfen.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Betretungsverbot bald aufgehoben wird, damit alle Beschäftigten wieder zur Werkstatt kommen können. Für die vorgeschriebene Mund- Nase- Bedeckungen der ersten Anfahrt ist gesorgt.
Text und Foto: Tobias Plitzko
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Lernen auf anderen Wegen

Lernen auf anderen Wegen

Alle 28 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Bildungsmaßnahme dürfen derzeit aufgrund der Allgemeinverfügungen der Landesregierung nicht in der Lebenshilfe Hildesheim den Berufsbildungsbereich aufsuchen. Alternativen mussten her. Aus dem Schulwesen ist das Wort Home-Schooling in dieser Zeit bereits bekannt und gelebte Praxis. Das können wir auch, dachte sich die Leiterin des Berufsbildungsbereiches Susanne Rogge-Kraft. Über 300 Blätter mit Lernaufgaben, kreativen Herausforderungen und jeweils einem Anschreiben mit erklärenden Worten werden wöchentlich zusammengestellt.

BBB Homeschooling 4

Gemeinsam mit den Bildungsbegleiter*innen werden die Schulungsinhalte individuell passend für jeden/ jede Teilnehmer*innen ausgesucht und erstellt. Jede Woche aufs Neue wird überlegt, welche Inhalte vermittelt werden sollen, wie dieses am besten umgesetzt werden kann und wer die Vorlagen erstellt. Es konnte auf einen großen Fundus an Arbeitsmaterialien aus den unterschiedlichsten Bereichen zurückgegriffen werden, aber vieles muss für die Umsetzung im häuslichen Bereich ergänzt und komplimentier werden. Auf Arbeitsblätter entsprechend der jeweiligen kognitiven Fähigkeiten und dem Leistungsniveau wird großen Wert gelegt. Umso erfreulicher ist die Kooperation zwischen der Werner von Siemens Schule und dem Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe Hildesheim.

BBB Homeschooling 2

Haben die Bildungsteilnehmer*innen sonst einmal wöchentlich den Berufsschulunterricht besucht, steuern in der heutigen Zeit die Berufschullehrer weitere Arbeitsblätter und Unterlagen bei. Vieles wird aber auch neu erdacht, gestaltet und entwickelt. So sind nicht nur Aufgaben theoretisch zu lösen, sondern werden mit praktischen Komponenten ergänzt. Zum Beispiel wurden in der Tischlerei Blätter- Blumenpressen von den Bildungsbegleiter*innen gebaut, damit die Teilnehmer*innen bei Ihren Spaziergängen Pflanzen sammeln und pressen können, um damit später kreative Bilder erstellen zu können. Ein andermal wurden die Arbeitsblätter, in den es um Pflanzen ging, mit Blumensamen, Blumenerde und einen Tontopf komplettiert, um das theoretische mit der eigenen Beobachtung im Praktischen zu ergänzen. Ein weiteres Highlight war die Postkarte, die bereits frankiert und zum Teil adressiert übergeben worden ist und mit Texten und Bildern gefüllt zurückgesendet wurde. Die Bildungsbegleiter*innen freuen sich über jedes einzelne zurückgesendete Kunstwerk.

BBB Homeschooling

Es wird aber keine Person mit den Aufgaben allein gelassen. Der Kontakt wird gehalten. Zuerst haben die Bildungsbegleiter*innen mit den Teilnehmer*innen und Eltern die Möglichkeiten des Home-Schoolings besprochen. Als nächstes haben Sie ein Feedbacksystem für jede Aufgabe erdacht und auf den Arbeitsblättern eingefügt, um den Bedürfnissen und Ansprüchen der einzelnen Teilnehmer*innen besser gerecht werden zu können. Telefonisch stehen sie von montags bis freitags, in einen vordefinierten Zeitfenster, für Rückfragen aber auch als Gesprächspartner*in für die alltäglichen Dinge bereit. Die Fragebögen werden wöchentlich versendet oder persönlich, mit dem gebührenden Sicherheitsabstand, übergeben.

Aber alle Bemühungen und Anstrengungen, Bildungsinhalte auf diesem Wege zu vermitteln, können den tatsächlichen Lerninhalt vor Ort nicht ersetzen. So freuen sich alle Bildungsbegleiter*innen schon auf das Wiedersehen im Berufsbildungsbereich.

Text und Fotos: Tobias Plitzko
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Information vom 11.05.2020

Wichtige Information:

coronavirus 4937226 1920

Die Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten und vergleichbare Angebote bleiben bis einschließlich dem 27.05.2020 geschlossen!

Hier findet ihr die neue Verordnung in ausführlicher Form:
Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

Eine Notbetreuung wird unter den gesetzlichen Auflagen für berechtigte Personen angeboten. Bitte sprechen Sie uns an.
Tel: 05121 170 97 34
Montags bis freitags von 8:00 bis 13:00 Uhr
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Coronazeit in der Wohnanlage Sarstedt

Außerhalb der Wohnanlage ist es still um uns geworden – aber wir sind noch da, voller Lebenslust und Zuversicht

. Lebenshilfe Collage WA Sarstedt


Der Alltag hat sich in der Wohnanlage für alle verändert und neue Strukturen haben sich ergeben. Die gewohnte morgendliche Hektik wurde von einem ruhigen Start ohne verpflichtende Termine abgelöst.
Es findet kein reges Kommen und Gehen statt, die Bewohner*innen bleiben im Haus und alle anderen bleiben draußen. Mit dieser Veränderung zog eine neue Konstante und eine damit einhergehende Ruhe im Haus ein. Natürlich bedeutet diese Konstante den Verlust von Besuchen der Angehörigen, Freunde, Treffen mit Kolleg*innen bei der Arbeitsstätte, so wie die Teilnahme am aktiven Leben außerhalb der Wohnanlage.
Die neuen Rahmenbedingungen schaffen die Möglichkeit, den Alltag miteinander aktiv gestalten und erleben zu können. Um dies leisten zu können, wird die Wohnanlage von der Küche der Werkstatt Drispenstedt mit Mittagessen und Grundnahrungsmitteln versorgt. Die tägliche Lieferung ist für die Bewohner*innen ein Highlight und alle wollen helfen, wenn es darum geht, die Lebensmittel auf die einzelnen Gruppen zu verteilen. Ebenfalls gibt die tägliche Lieferung eine Struktur vor und stellt somit im Tagesablauf einen wichtigen Orientierungspunkt dar.
Auch die Dienstpläne mussten umstrukturiert werden: Ein Mitteldienst wurde eingeführt und es müssen mehr Stunden geleistet werden, um die Dienste besetzen zu können. Nur so können sich die Kolleg*innen im Früh- und Spätdienst um das Gruppengeschehen kümmern, während die Mitteldienste eine abwechslungsreiche Beschäftigung für die Bewohner*innen organisieren und umsetzen. Die Angebote sind sehr vielseitig und orientieren sich an den Wünschen der Bewohner*innen. Es entstehen viele neue Ideen zur Beschäftigung, die mit wachsender Begeisterung angenommen werden. Es wird ein Corona-Tagebuch, welches als Bilderwand in der Eingangshalle zu bestaunen ist, geführt. Dies soll die schönen Momente und Aktivitäten, wie z.B. Backen, Schatzsuche, Disco, Basteln, Malen, Konzerte, Wikinger-Schach, Garten- und Holzarbeiten uvm., für uns festhalten.
Um Abwechslung bieten zu können, wurden viele neue Beschäftigungsmaterialien wie Bastelutensilien, Gesellschaftsspiele, Puzzles und Werkzeuge für die Holzwerkstatt der Wohnanlage und für den Garten angeschafft.
Damit auch die Bewegung nicht zu kurz kommt, findet 2x in der Woche ein Sportprogramm statt, das von einem Kollegen aus der Werkstatt durchgeführt wird.
Selbstverständlich vermissen die Bewohner*innen, trotz der vielen Angebote, ihre Angehörigen, welche durch nichts zu ersetzen sind. Um den Trennungsschmerz etwas lindern zu können, wurde ein Laptop mit einem Programm zur Videotelefonie eingerichtet, es finden Gespräche vom Fenster zum Parkplatz statt und es werden Briefe geschrieben. Auch die Geburtstage erleben die Bewohner in dieser Zeit anders als gewohnt. Ein Geburtstag, der nicht im Elternhaus stattfindet oder zu dem kein Besuch empfangen werden darf, ist ungewohnt und stimmt einige bei dem Gedanken daran traurig. In der Wohnanlage ist niemand allein und somit sind viele zum Feiern und Gratulieren da. So beginnt der Geburtstag jetzt noch früher, da der Vorbereitung mehr Zeit gewidmet wird und der Geburtstag, ganz ohne verpflichtende Termine und Strukturen, noch ausgiebiger gefeiert werden kann. Mit dem nötigen Abstand, fanden am Gartenzaun auch schon schöne Familientreffen zu Ehren des Geburtstagskindes statt.
Auch dürfen wir in dieser Zeit viel Solidarität von Angehörigen und Ehrenamtlichen erfahren, die uns mit Kuchen, Blumen, selbstgenähten Masken und einem Osterfrühstück überrascht haben.
Obwohl diese schwere Zeit einige Dinge positiv verändert hat, freuen wir uns auf unbeschwerte Zeiten, in denen wieder selbstbestimmt am Leben teilgenommen werden kann und alle Ihre Angehörigen, Freunde und Kolleg*innen wieder in die Arme schließen dürfen. Denn die Nähe zu unseren Lieben und das Gut der Selbstbestimmung ist durch nichts zu ersetzen.

Text: Natalie Mieske für die Wohnanlage Sarstedt

Foto: Mit der Fotocollage sind die Aktionen und Aktivitäten der häuslichen Wohngemeinschaft in der Coronazeit festgehalten.
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